Ltd.-Auskunft – Wie erhält man Dokumente zu einer Ltd.-Gesellschaft?

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Woher erhält man über eine Ltd.-Gesellschaft Auskunft?

Die meisten hier in Deutschland auftretenden Ltd. sind beim Handelsregister in England registriert, dem Companies House in Cardiff.
Limited Company (Ltd.) wird im britischen Gesellschaftsrecht eine nicht börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Haftungsbeschränkung genannt. Sie ist im Vereinigten Königreich auch für kleine und mittlere Unternehmen die gebräuchlichste Form der Kapitalgesellschaft und erfüllt  ähnliche wirtschaftliche Funktionen wie die deutsche oder österreichische Gesellschaft mit beschränkter Haftung. (GmbH).
Da eine Ltd. immer zum Ende eine Geschäftsjahres Berichte und Informationen einreichen muss, kann dort nach einigen Jahren eine Vielzahl von Einzeldokumenten aufgelaufen sein – ganz unterschiedlich zu einem doch kompakten deutschen Handelsregisterauszug. Diese Statusmeldungen müssen auch dann eingereicht werden, wenn es keine Änderungen bei der Ltd.-Gesellschaft gab. Diese Einzeldokumente kann man kostenpflichtig (Kreditkarte) abrufen. Jedoch ist es nicht ganz einfach, sich in dieser Fülle zurecht zu finden, da der Aufbau des englischen Handelsregisters sich eben stark vom deutschen unterscheidet. Neben einer guten Kenntnis der englischen Sprache, insbesondere der Termini, ist daher auch ein gewisses Fachwissen nötig.

Es gibt aber eine Alternative: Sobald eine Ltd.-Gesellschaft ihren Geschäftsschwerpunkt in Deutschland hat, dann muss sie sich nicht nur im Handelsregister England eintragen, sondern auch im deutschen Handelsregister mit einer Zweigniederlassung. Und diese Daten sind dann in Form eines deutschen Handelsregisterausskunft aufbereitet. Da jedoch die Handelsregister in Deutschland diese Angaben der Ltd. nur übernehmen und nicht mit den tatsächlichen Angaben in Entragungen abgleichen, sollte man im Zweifelsfall dann doch auch noch auf Aktualität in England prüfen.
Inwieweit kann sich am Umgang mit den Ltd. im Zuge der Brexit-Verhandlungen etwas ändern? Während der Verhandlungen und eventuell für eine noch festzulegende Übergangsfrist, die nach jetzigen Erkenntnissen bis Ende 2020 gelten soll, müssen die Grundfreiheiten der EU-Verträge für Großbritannien gelten. Deswegen werden sich Gesellschaften britischer Rechtsform während dieser Zeit weiterhin auf Art. 49 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union berufen können. Aus der dort garantierten Niederlassungsfreiheit folgt aber zugleich, dass selbst die Neugründung von Ltd. mit Verwaltungssitz in Deutschland prinzipiell weiter möglich ist und von den deutschen Gerichten bis dahin akzeptiert werden muss. Nach derzeitigem Kenntnisstand in Bezug auf wirtschaftliches Handeln in der Zukunft gehen die Vorstellungen der Briten und der EU in Richtung eines tiefgreifenden Freihandelsabkommens als wahrscheinlichste aller Möglichkeiten zur Regelung der zukünftigen Beziehungen beider Verhandlungspartner. Das könnte dafür sorgen, dass bisherige Abläufe im Umgang mit Ltd. und deren Registrierung fortgeschrieben werden. So könnten bewährte Verfahrensweisen im Umgang miteinander, wesentliche Wirtschafts- und ähnliche Auskünfte betreffend, erhalten bleiben.

Wir sind bemüht, diese Entwicklungen im Auge zu behalten.

Um eine Ltd.-Auskunft zu erhalten ist es meist besser, sich an einen erfahrenen Onlineservice zu wenden, denn dies geht meistens sehr schnell und spart auch Kosten, die entstehen, sofern man die falschen oder zu viele Dokumente abruft.

zum Auftragsformular: Ltd.-Auskunft

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