Brexit – kein “Aus” für Infos über eine englische Ltd.!

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Was kann man über eine englische Ltd. heute und nach den Brexit-Verhandlungen wo und wie erfahren?

Sowohl das Vereinigte Königreich wie die EU haben grundsätzlich kein gesteigertes Interesse daran, eingespielte Registrierungs-, Handels- und Informationswege unnötig zu erschweren.
Viele Experten könnten sich gut vorstellen, dass Großbritannien auch nach den Brexit-Verhandlungen ebenso wie Island, Norwegen und Liechtenstein Mitglied im  Europäischen Wirtschftsraum  (EWR) bleibt und damit einer erweiterten Freihandelszone angehört, innerhalb der Niederlassungsfreiheit gilt. Dann wären Ltd. wahrscheinlich ohne Einschränkungen wie bisher zulässig und es könnte der bisherige Umgang mit Ltd. fortgeschrieben werden: Ltd. blieben dann Kapitalgesellschaften nach britischem Recht. Ihre Gesellschafter haften nicht persönlich, ähnlich wie bei der deutschen GmbH. Attraktiv ist das britische Modell, weil die Gesellschafter bei der Gründung quasi kein Stammkapital aufbringen müssen.

Während der Verhandlungen und eventuell für eine noch festzulegende Übergangsfrist, die nach jetzigen Erkenntnissen bis Ende 2020 gelten soll, müssen die Grundfreiheiten der EU-Verträge für Großbritannien gelten. Deswegen werden sich Gesellschaften britischer Rechtsform während dieser Zeit weiterhin auf Art. 49 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union berufen können. Aus der dort garantierten Niederlassungsfreiheit folgt aber zugleich, dass selbst die Neugründung von Ltd. mit Verwaltungssitz in Deutschland prinzipiell weiter möglich ist und von den deutschen Gerichten bis dahin akzeptiert werden muss. Nach derzeitigem Kenntnisstand in Bezug auf wirtschaftliches Handeln in der Zukunft gehen die Vorstellungen der Briten und der EU in Richtung eines tiefgreifenden Freihandelsabkommens als wahrscheinlichste aller Möglichkeiten zur Regelung der zukünftigen Beziehungen beider Verhandlungspartner. Das könnte dafür sorgen, dass bisherige Abläufe im Umgang mit Ltd. und deren Registrierung fortgeschrieben werden. So könnten bewährte Verfahrensweisen im Umgang miteinander, wesentliche Wirtschafts- und ähnliche Auskünfte betreffend, erhalten bleiben.
An der jetzigen Verfahrensweise zur Informationsgewinnung würde sich vorläufig vermutlich wenig ändern:
Englische Ltd. sind beim englischen Handelsregister registriert (Companies House). Beim englischen Handelsregister können Dokumente über eine einzelne englische Ltd. abgerufen werden, jedoch kostenpflichtig (Kreditkarte). Es bliebe auch bei den Unterschieden zum typischen Handelsregisterauszug, wie man ihn von Deutschland her kennt: Die englische Ltd. muss regelmäßig, meist jährlich, eine Reihe von Erklärungen an das Handelsregister in England einreichen, ohne dass etwa grundsätzliche Veränderungen eingetreten wären, was schnell zu einer Vielzahl von hinterlegten und abrufbaren Dokumenten führt. Neben einer gewissen Sicherheit bei den englischen Rechtsbegriffen sollte man deswegen auch genau wissen, wonach man wirklich sucht, sonst kann es wegen unnötig abgerufener Dokumente schnell recht teuer werden. Ein versierter Dienstleister hilft da gern.
Unser Tipp:
Wenn die englische Ltd. ihren Geschäftsschwerpunkt in Deutschland hat, dann muss sie sich nicht nur im englischen Handelsregister eintragen, sondern auch mit einer Zwiegniederlassung im örtlichen deutschen Handelsregister. Und wenn die Eintragung erfolgt ist, dann kann man einen deutschen Handelsregisterauszug abrufen, welche dann alle relevante Informationen der englischen Ltd. enthält, mit Ausnahme der Gesellschafter (Shareholder). Diese Angaben müssen dann, falls wirklich benötigt, über das englische Handelsregister abgerufen werden.

Auftragsformular: Ltd: deutsche Zweigniederlassung

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