Für das Ausland: beglaubigter Handelsregisterauszug mit Überbeglaubigung / Apostille

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Internationalität vereinbarte doppelte Sicherheit: beglaubigter Handelsregisterauszug mit einer Überbeglaubigung

Unter eine sog. Überbeglaubigung – die eigentlich eher eine doppelte Beglaubigung darstellt – ist die Ausfertigung einer  “Apostille” zu vestehen, einer im internationalen Urkundenverkehr gebräuchliche Beglaubigungsform. Sie wird im Rechtsverkehr zwischen jenen Staaten verwendet, die Mitglieder des Haager Übereinkommens Nummer 12 zur Befreiung öffentlicher Urkunden von diplomatischer Beglaubigung oder Legalisation sind. Deutschland ist Mitglied dieses Übereinkommens.
Im Zusammenhang mit dem Handelsregister ist darunter ein amtlich beglaubigter Handelsregisterauszug (heute zumeist amtlicher Ausdruck genannt) zu verstehen, welcher zusätzlich mit einem ergänzenden Echtheitsnachweis für die Verwendung im Ausland versehen wurde, also mit einer sog. Apostille. Dieser Echtheitsnachweis wird an einem bereits erstellten beglaubigten Handelsregisterauszug vorgenommen, vom übergeordneten Landgericht in Form eines Siegels.
Die Apostille ist mittels eines Stempels in quadratischer Form aufgedruckt. Sie kann in der Amtssprache der ausstellenden Behörde ausgefüllt sein, während die Überschrift unter Verweis auf die Haager Konferenz in französischer Sprache vermerkt sein muss.
Öffentliche Urkunden in diesem Sinn gehören zur großen Gruppe der Gerichtsurkunden, zu denen neben Handelsregisterauszügen auch gerichtliche Urteile, Beschlüsse etc. gehören.
Es ist zu beachten, dass eine Apostille zur Verwendung in einem anderen Staat nicht pauschal erteilt wird, sondern als Echtheitsnachweis nur für ein vorher mitzuteilendes bestimmtes Land. Für die Bundesrepublik Deutschland ist das oben erwähnte Abkommen von 1961 gegenwärtig gegenüber rund 100 Ländern in Kraft, in einem der Länder, das dazu gehört, gilt dann in diesem  Fall die konkret angeforderte Apostille. Gehört das Bestimmungsland nicht dazu, dann muss man sich an dessen diplomatische oder konsularische Vertretung wenden und dort eine zusätzliche Beglaubigung beantragen.

Damit kann dann der Handelsregisterauszug im Ausland genutzt werden.

Bei der Erteilung einer Apostille fallen die sonst üblichen Gerichtsgebühren doppelt an, also dann in der Regel 36 EUR.

 

Auftragsformular anschauen: Amtlich beglaubigter Handelsregisterauszug mit Apostille

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